Eine kleine Zeitreise mit der Schaufensterpuppe

Im ersten Teil der kleinen Exkursion in die Geschichte der Schaufensterpuppe als Warenträger und als Möglichkeit für den Händler, besonders in der Fashion-Branche, sein Angebot möglichst galant in Szene zu setzen und seinen Kundinnen und Kunden nahezubringen, haben wir die Entwicklung der Schaufensterpuppe vom Torso als Schneiderpuppe mit den Maßen der Kundin zum Beginn des 19. Jahrhunderts bis zum Auftauchen der ersten vollbusigen Modelle zu Beginn der fünfziger Jahre des vorigen Jahrhunderts, beleuchtet.

Zu dieser Zeit wurden die ersten Schaufensterpuppen und Mannequins bereits aus verschiedenen Plastikwerkstoffen hergestellt. Für diese Schaufensterfiguren standen die berühmten Filmstars dieser Epoche Modell. Es war damals noch üblich, dass man bei diesen Puppen die Frisuren am Kopf modellierte, so dass zu dieser Zeit die Perücke als Gestaltungsmittel bei der Schaufensterfigur noch keine Rolle spielte. Es wurde viel mehr Wert auf lange Beine, schmale Wespentaille und eben große Oberweite gelegt. Selbstverständlich gab es auch männliche Schauspieler oder Modelle, die mit ihrer Figur als Schaufensterpuppe verewigt wurden. Diese männlichen Schaufensterpuppen waren meist von sehr sportlicher Figur. Man kann an dieser Stelle feststellen, dass die Schaufensterfigur meist das Schönheitsideal der jeweiligen Zeit widerspiegelt. Das wird beispielsweise in der Mitte der sechziger Jahre besonders deutlich, als sich Schaufensterpuppen mit der Figur des eher sehr dünnen Modells Twiggy durchsetzten.

Anfang der siebziger Jahre, nachdem 1969 die ersten Menschen den Mond betreten hatten und die Raumfahrt vielerorts großes Interesse fand, tauchten erste Schaufensterpuppen im futuristischen Look in den Geschäften auf. Diese Modelle hatten eher abstrakte und leicht angedeutete Gesichtszüge und waren die Vorläufer so manch einer heute noch im Handel weiblichen Schaufensterpuppe, die man in verschiedenen
Farben, wie weiß, schwarz, silber oder shining in verschiedenen Ladendekorationen zu finden sind, und auch beispielsweise unter der Produktbezeichnung faceless im Online-Handel, beispielsweise auf www.kreativgewerbe.de zu haben sind.
Überhaupt lässt sich feststellen, dass nach einem Trend zu immer graziler und aufwändig gearbeiteter Puppen mit teilweise edlen Echthaarperücken, die natürlich auch enorme Anschaffungspreise für den Händler bedeutete der Trend seit Mitte der neunziger Jahre wieder hin zu etwas mehr Schlichtheit und Nüchternheit geht.

Selbstverständlich findet man im Handel auch noch äußerst hochwertige Schaufensterpuppen, die durch Gelenke beweglich nahezu jede natürliche Pose des Menschen nachahmen können.
In unserer heutigen, schnelllebigen Zeit ist es aber auch notwendig, möglichst flexibel und schnell auf Markterfordernisse und Kundengeschmack eingehen zu können und den Blick des Kunden direkt auf die Ware zu lenken. Deshalb kommen auch immer häufiger preiswerte Modelle oder verschiedene Torsi zum Einsatz, die wenig Fläche beanspruchen und schnell umdekoriert sind.

Die Qubeat GmbH bietet eine riesige Auswahl an Schaufensterfiguren, mit über 700 verschiedenen Modellen in den unterschiedlichsten Haltungen und Farben.

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