Neue Trends und Entwicklungen bei Suchmaschinen

Suchmaschinen sind seit spätestens Mitte der Neunziger Jahre für die Nutzer des Internets das Tor zum World Wide Web.
In erster Linie war das Internet in seinen Anfangszeiten eine Art Einbahnstraße.
Die User nutzten es damals, um die Inhalte von Webseiten, die von Unternehmen und anderen Anbietern ins veröffentlicht wurden zu lesen, ohne in irgendeiner Form darauf reagieren zu können.
Die ersten brauchbaren Suchmaschinen brachten dem User die im Netz befindlichen Inhalte näher.
Diese Suchmaschienen arbeiteten damals bereits nach dem Prinzip, das auch heute noch bei den klassischen Volltext-Suchmaschinen zur gängigen Praxis gehört.

Suchmaschinen listen Seiten mit Inhalten auf, die auf die Such-Anfrage passen

Dabei nutzen diese Werkzeuge zur Internetrecherche verschiedene Programme, mit denen sie automatisch Links zu und von Webseiten verfolgen und dabei die Inhalte dieser Seiten indizieren, das heißt einlesen und mit Keywords versehen in einer Datenbank abspeichern. Ebenso wird verfahren, wenn Anwender eine neue Webseite anmelden. Allerdings muss dabei auch erwähnt werden, dass diese Indizierung in jedem Falle weit später als das URL anmelden erfolgt, so dass es sich bei den Datenbeständen, die in den Datenbanken der Suchmaschinenbetreiber gespeichert sind, stets um ältere, teilweise sogar schon längst überholte Daten handelt. Das liegt schon im System der Datenbeschaffung begründet.
Auch bei der zweiten großen Gruppe der Helfer für Suche und Recherche im Netz, den sogenannten Webkatalogen, trifft dieses Manko zu.
Hierbei handelt es sich um Verzeichnisse von Links zu Webseiten, die von Menschen nach entsprechenden Themenbereichen sortiert werden. Zuvor kann auch hier der User seine Webseite mittels entsprechender Formulare anmelden und danach erfolgt die Überprüfung durch die Betreiber der Webkataloge.

Neue Trends fordern Echtzeit-Suche und semantische Suche

Ungefähr seit dem Jahre 2004 macht der Begriff Web 2.0 immer wieder von sich reden. Hierbei handelt es sich um eine neue Generation des Internet.
Beim Web 2.0 handelt es sich nicht mehr um eine einseitige Informationsdarbietung, sondern man spricht hier vom sogenannten Mitmach-Web, bei dem sämtliche Informationen in beide Richtungen fließen. Nachdem es auch immer einfacher wird, eine eigene Webseite zu erstellen, nimmt die Zahl angemeldeter URL sprunghaft zu und täglich kommen neue Inhalte hinzu, so dass der Zeitverzug der Spider von Volltext-Suchmaschienen immer mehr anwächst.
Es geht aber nicht nur darum, neue Webseiten zu indizieren, sondern durch die Beschaffenheit des Web 2.0, bei dem auch der User auf Angebote reagieren kann und beispielsweise Kommentare zu Internetangeboten hinterlassen kann, kommt es darauf an, auch diese oftmals sehr wichtigen Informationen für die Internetrecherche nutzbar zu machen.
Das bedeutet also in der Konsequenz, dass Suchmaschinen, die heute noch Bestand haben wollen, möglichst bald die Fähigkeit der Echtzeitsuche besitzen sollten, um neue Beiträge im Moment ihres Erscheinens bei einer entsprechenden Suchanfrage anzeigen zu können.
Weitere Trends bei modernen Such maschinen gehen dahin, durch Beherrschen der Semantik zu erreichen, dass die vom User verwendete Suchmaschine im Moment der Eingabe der Suchanfrage bereits den Sinn der Frage erkennt und die relevanten Suchergebnisse dahingehend filtert.
Auch die Indizierung der Datenbestände mittels Keywords tritt in den letzten Jahren immer weiter in den Hintergrund und wird von sogenannten Tags und Bookmarks abgelöst oder ergänzt, die der Verfasser eines Artikels an diesen anfügt oder mit ihm verknüpft, um seine Inhalte auch für die Recherche und Suche durch andere User zugänglich zu machen.

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